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Feinkornanteil

Anteil der feinen Korngrössenfraktionen in Boden und Materialproben

Der Feinkornanteil gibt an, welcher Massenanteil einer Probe aus feinen Partikeln besteht, die in der Bodenmechanik in der Regel der Schluff- und Tonfraktion mit Korngrössen unter 0,063 mm zugeordnet werden. In feinkörnigen oder gemischtkörnigen Böden bestimmt diese Feinkornfraktion massgeblich das mechanische Verhalten, während gröbere Körner eher skelettbildend wirken.

Ein erhöhter Feinkornanteil führt oft zu grösserer Plastizität, höherem Wasserrückhalt und geringerer Durchlässigkeit, kann aber auch zu ausgeprägtem Setzungs-, Quell- oder Schrumpfverhalten beitragen. Für bodenmechanische Klassifikationen, die Beurteilung der Verdichtbarkeit und die Abschätzung von Verformungen ist daher nicht nur die Gesamt-Korngrössenverteilung, sondern insbesondere der Feinkornanteil von Interesse.

LGT Geolab ermittelt den Feinkornanteil üblicherweise durch Schlämmanalyse als Teil einer kombinierten Sieb- und Schlämmprüfung und kann je nach Aufgabenstellung laserbasierte Korngrössenmessungen einsetzen, um die Feinkornverteilung in einem erweiterten Feinbereich zu erfassen. Die daraus resultierenden Feinkornanteile und Korngrössenkurven werden in den Prüfprotokollen dokumentiert und den Auftraggebern für deren eigene geotechnische Beurteilung von Bodenaufbau, Klassifikation und Materialverhalten zur Verfügung gestellt.

Begriffe im Zusammenhang:
Schlämmanalyse; Siebanalyse; Laserstreuung; Korngrössenverteilung; feinkörnige Böden

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