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Ausrollgrenze

Wassergehalt am Übergang vom plastischen zum halbfesten Zustand bindiger Böden.

Die Ausrollgrenze ist der Wassergehalt, bei dem ein bindiger Boden beim Ausrollen zu dünnen Würsten von 3 mm Durchmesser gerade beginnt zu zerbröckeln. Sie wird nach Atterberg durch wiederholtes Kneten und Ausrollen einer aufbereiteten Bodenprobe auf einer geeigneten Unterlage ermittelt und stellt die Grenze zwischen plastischem und halbfestem Konsistenzzustand dar.

Die Ausrollgrenze ist – zusammen mit der Fliessgrenze – eine der zentralen Konsistenzgrenzen nach Atterberg. Aus Fliess- und Ausrollgrenze werden Plastizitätszahl und Konsistenzzahl abgeleitet, die wichtige Hinweise auf Plastizität, Scherfestigkeit im weichen Bereich, Schwind- und Quellverhalten sowie Frostempfindlichkeit bindiger Böden geben. Damit ist die Ausrollgrenze ein grundlegender Parameter für Klassifikation, Tragfähigkeits- und Setzungsbeurteilungen.

LGT Geolab bestimmt die Ausrollgrenze nach den einschlägigen Normen entweder manuell durch Ausrollen von Bodenwürsten oder mit einem automatischen Ausrollgrenzengerät. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit Fliessgrenze, Kornverteilung, Glühverlust und weiteren bodenmechanischen Kennwerten ausgewertet und in Baugrundgutachten, Materialbeurteilungen und Deponiestudien zur Beschreibung des Verhaltens bindiger Schichten verwendet.

Zugehörige Begriffe:
Atterberg (Casagrande/Fallkegel); Konsistenzgrenzen; Konsistenzzahl; Plastizitätszahl

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