Plattendruckversuch (statisch)
Feldversuch zur Bestimmung von Verformungsmodulen Ev1 und Ev2 unter quasi-statischer Flächenlast.
Der statische Plattendruckversuch – auch Lastplattenversuch bzw. Lastplattendruckversuch; in der Schweiz oft als ME-Messung nach SN 670 317 bezeichnet – ist ein geotechnischer Feldversuch, bei dem der Untergrund über eine kreisförmige Stahlplatte stufenweise be- und entlastet wird. Als Gegengewicht über der Lastplatte dient ein schweres Gerät mit einer Achslast von mindestens 5 Tonnen (zum Beispiel ein Bagger, eine Walze, ein Lastwagen oder ähnliches mit einem Gesamtgewicht von über 20 Tonnen). Dabei werden die zugehörigen Setzungen gemessen und aus den Druck-Setzungslinien die Verformungsmodule Ev1 und Ev2 als Mass für die Verformbarkeit und Tragfähigkeit des Bodens bestimmt.
Statische Plattendruckversuche liefern detaillierte Informationen über das Setzungs- und Tragverhalten des Bodens unter quasi-statischer Flächenlast. Die ermittelten Verformungsmodule werden u.a. für die Bemessung von Fundamenten, Tragschichten, Dämmen und Deponieabdichtungen herangezogen und dienen als Nachweis, dass die geforderte Steifigkeit und Verdichtungsqualität erreicht wurden.
LGT Geolab AG führt statische Plattendruckversuche auf Baustellen durch, um die Verformbarkeit und Tragfähigkeit von Planum, Tragschichten, Dämmen und Abdichtungssystemen zu prüfen. Die Messwerte werden mit Proctor-Zielwerten, Materialkennwerten und projektspezifischen Anforderungen verglichen und in Baugrundgutachten, Abnahmeprotokollen und Qualitätssicherungsdokumenten festgehalten.
Begriffe im Zusammenhang:
Plattendruckversuch (dynamisch); Proctorversuch (Standard); Durchlässigkeit (k‑Wert); Kornverteilung; Troxler-Sonde