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Hydraulischer Gradient

Hydraulisches Gefälle und Triebkraft der Grundwasserströmung

Der hydraulische Gradient i ist definiert als Verhältnis der Differenz der hydraulischen Höhen zwischen zwei Messpunkten zur horizontalen Fliessstrecke und beschreibt damit das hydraulische Gefälle im Untergrund. Er ergibt sich typischerweise aus der Differenz der Grundwasserspiegelstände in Messstellen (z.B. Piezometer) dividiert durch deren Abstand.

In der Geotechnik bestimmt der hydraulische Gradient zusammen mit der Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert) die Fliessgeschwindigkeit und Richtung des Grundwassers nach dem Darcy-Gesetz. Er ist wesentlich für das Verständnis von Versickerungsprozessen, Dränagewirkungen, Grundwasserströmung, möglichem hydraulischem Grundbruch sowie von Erosions- und Auftriebserscheinungen.

Im LGT Geolab Glossar wird der hydraulische Gradient als grundlegender Begriff der Boden- und Grundwassermechanik beschrieben und in Zusammenhang mit anderen Einträgen wie Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert), Piezometerrohren und Deponieabdichtung gestellt. Die eigentliche Berechnung und Verwendung von hydraulischen Gradienten erfolgt durch planende Ingenieurbüros im Rahmen der Projektbearbeitung.

Begriffe im Zusammenhang:
Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert); Piezometerrohre; Deponieabdichtung; hydraulischer Grundbruch

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