Isotopensonde (Troxler-Sonde)
Verfahren zur schnellen, zerstörungsfreien Bestimmung der Dichte von Boden- sowie Asphaltschichten.
Die Troxler‑Sonde (Isotopensonde) ist ein mobiles Messgerät, das mit einer radioaktiven Quelle (z.B. Cäsium‑137 und/oder Americium‑241/Be) und einem Detektor die Abschwächung von Gammastrahlung im zu untersuchenden Material erfasst. Aus der gemessenen Strahlungsabsorption werden Dichte und – im Erdbaumodus – Wassergehalt der Boden- oder Asphaltschicht bestimmt. Die Messung erfolgt zerstörungsfrei, entweder direkt an der Oberfläche im Oberflächenmodus oder über einen eingefahrenen Messstab bis zu einer Tiefe von ca. 30 cm.
In der Geotechnik dient die Troxler‑Sonde vor allem der schnellen Vor‑Ort‑Kontrolle von Verdichtung und Dichte im Erd- und Verkehrswegebau. Sie wird bei Dämmen, Tragschichten, Deponierandabdichtungen und bituminösen Deckschichten eingesetzt, um zu prüfen, ob der geforderte Verdichtungsgrad und die Soll‑Dichte aus dem Proctorversuch erreicht werden. Dadurch lassen sich Einbauqualität, Tragfähigkeit, Setzungsrisiko und Dichtheit unmittelbar während der Bauausführung beurteilen, ohne Material entnehmen und im Labor prüfen zu müssen.
Für LGT Geolab AG ist die Troxler‑Sonde ein zentrales Instrument der feldseitigen Qualitätssicherung. Sie wird auf Baustellen eingesetzt, um die Dichte und den Verdichtungsgrad von Bodenschichten und Belägen rasch und flächendeckend zu erfassen. Die Messwerte werden mit den im Labor ermittelten Proctorkurven und Durchlässigkeitskennwerten verglichen und in Baugrund-, Deponie- und Qualitätsberichten dokumentiert. Besonders bei Deponien und mineralischen Dichtungssystemen unterstützt die Troxler‑Sonde die Überwachung der Randabdichtung und trägt dazu bei, die langfristige Funktionsfähigkeit und Dichtheit sicherzustellen.
Begriffe im Zusammenhang:
Durchlässigkeit (k-Wert), Glühverlust, Kornverteilung, Proctorversuch (Standard)