Vakuumprüfungen von Asphaltabdichtungen
Prüfung der Dichtheit von bituminösen Deponieabdichtungen mit der Vakuumglocke
Die Vakuumprüfung ist ein Verfahren zur Dichtheitskontrolle bituminöser Deponieabdichtungen. Eine transparente Vakuumglocke wird mit geeigneter Dichtung (z.B. Schaumstoffprofil, Dichtband) auf die Asphaltoberfläche gesetzt und über einen Anschluss evakuiert. Der Unterdruck wird am Manometer abgelesen und während einer definierten Prüfdauer – in der Regel etwa 60 Sekunden, sofern nichts anderes vereinbart ist – beobachtet; bleibt er innerhalb der vereinbarten Toleranz, gilt der Abschnitt als dicht, ein über dem zulässigen Grenzwert liegender Druckabfall zeigt Leckagen, Risse oder Fehlstellen an.
Vakuumprüfungen sind ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung im Deponiebau, insbesondere bei Basis- und Oberflächenabdichtungen aus Asphalt. Sie ermöglichen eine gezielte, zerstörungsarme Überprüfung der Dichtheit entlang von Nähten, Anschlüssen und kritischen Bereichen, bevor diese überdeckt oder verfüllt werden. Schwachstellen können so frühzeitig erkannt und behoben werden, was den langfristigen Schutz von Grundwasser und Umgebung vor Sickerwasser aus der Deponie unterstützt.
LGT Geolab AG führt Vakuumprüfungen auf Deponien als Fremdüberwachung der Asphaltabdichtungen durch. Die Flächen werden systematisch in Abschnitten mit der Vakuumglocke kontrolliert, die Messergebnisse in Prüfprotokollen festgehalten und festgestellte Leckagen markiert. Die dokumentierten Protokolle werden den Auftraggebern als Grundlage für deren eigene weitere Beurteilung und Verarbeitung zur Verfügung gestellt und ergänzen andere Kontrollmethoden wie Troxler‑Messungen, Bohrkerne oder visuelle Inspektionen.