Laserstreuung (Laser Diffractometry)
Optische Bestimmung der Korngrössenverteilung feinkörniger Böden
Die Laserstreuung (Laser Diffractometry) ist ein optisches Messverfahren, bei dem eine Suspension aus Bodenpartikeln von einem Laserstrahl durchleuchtet wird und die Winkel- und Intensitätsverteilung des gestreuten Lichts gemessen wird. Aus diesem Streubild wird unter Annahme geeigneter optischer Modelle eine Korngrössenverteilung der Partikel im Mikro- und Submillimeterbereich berechnet.
Für geotechnische Fragestellungen eignet sich die Laser-Diffraktometrie insbesondere zur detaillierten Untersuchung feinkörniger Böden und Sedimente, bei denen klassische Sieb- und Sedimentationsanalysen an ihre Grenzen stossen. Sie liefert hochaufgelöste Informationen über Sand-, Schluff- und Tonanteile und unterstützt die Klassifikation, Beurteilung des hydraulischen und mechanischen Verhaltens sowie die Auslegung von Dichtungs- und Filtermaterialien.
Im LGT Geolab Glossar wird die Laserstreuung als spezialisiertes Verfahren der Korngrössenanalyse erläutert, das klassische Kornverteilungsbestimmungen ergänzen kann. LGT Geolab führt selbst keine Laser-Diffraktometrie durch, arbeitet bei Bedarf jedoch mit Partnerlabors zusammen, die solche Analysen für feinkörnige Böden und Tonsteine projektbezogen durchführen.
Begriffe im Zusammenhang:
Kornverteilung; Massenanteil; Konsistenzgrenzen; Opalinuston; Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert)