Korndichte (Pyknometerversuch)
Bestimmung der Dichte der festen Bodenbestandteile mit dem Pyknometer.
Die Korndichte ist die Dichte der festen Bodenpartikel und gibt an, welche Masse an Feststoff pro Volumeneinheit des mineralischen Korns vorliegt. Im Pyknometerversuch wird eine definierte Menge getrockneten Bodenmaterials in ein Pyknometer eingewogen, mit einer Flüssigkeit (meist Wasser) aufgefüllt und sorgfältig entlüftet. Aus den Massen des leeren, des mit Probe gefüllten und des mit Flüssigkeit gefüllten Pyknometers sowie der Dichte der Flüssigkeit wird das Volumen der Körner berechnet und daraus die Korndichte bestimmt.
Die Korndichte ist eine grundlegende Grösse zur Charakterisierung der Zusammensetzung eines Bodens und zur Berechnung wichtiger abgeleiteter Parameter. Zusammen mit der Trockenrohdichte lassen sich Hohlraumverhältnis, Porosität und Lagerungsdichte bestimmen, was direkt in die Beurteilung von Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und Verdichtbarkeit eingeht. Unterschiede in der Korndichte können zudem auf besondere Bestandteile wie organisches Material, leichtere Minerale oder hohe Karbonatanteile hinweisen.
LGT Geolab AG bestimmt die Korndichte routinemässig mit dem Pyknometerversuch nach den einschlägigen Normen. Die gewonnenen Werte werden zur Auswertung von Proctorversuchen, zur Interpretation der Kornverteilung und zur Berechnung von Hohlraumkennwerten genutzt. In Kombination mit Glühverlust, Konsistenzgrenzen und k‑Wert ergibt sich ein umfassendes Bild der bautechnischen Eignung des Materials und seines Verhaltens unter Belastung.
Begriffe im Zusammenhang:
Anlieferungswassergehalt; Kornverteilung; Proctorversuch (Standard); Glühverlust