Durchlässigkeitsbeiwert (k‑Wert)
Messung des hydraulischen Verhaltens von Böden nach dem Darcy‑Gesetz im Labor.
Die Durchlässigkeit (Durchlässigkeitskoeffizient k bzw. Durchlässigkeitsbeiwert) beschreibt, wie schnell Wasser durch poröse Böden bzw. mineralische Materialien fliesst. Im Labor wird der k‑Wert in Anlehnung an das Darcy‑Gesetz ermittelt, indem ein definierter Wasserstrom bei bekanntem hydraulischem Gradienten durch eine gesättigte Bodenprobe gepresst und aus Durchflussmenge, Gefälle und Probengeometrie der Durchlässigkeitsbeiwert berechnet wird.
In der Geotechnik ist der Durchlässigkeitsbeiwert k eine zentrale Kennzahl für Grundwasserströmung, Entwässerung und Dichtheitsnachweise. Er spielt eine wesentliche Rolle bei der Bemessung von Versickerungsanlagen, Drainagen, Filteraufbauten und Deponieabdichtungen, aber auch bei der Beurteilung von Setzungen und Erosionsgefahr. Je nach k‑Wert wird ein Boden als durchlässig, mässig durchlässig oder praktisch undurchlässig eingestuft, was direkte Auswirkungen auf die Planung von Baugruben, Dämmen und Deponien hat.
LGT Geolab AG ermittelt den k‑Wert nach dem Darcy‑Prinzip, häufig im Proctortopf unter definierter Verdichtung, um hydraulische Eigenschaften von Verfüll-, Deponie- und Baugrundmaterial realitätsnah abzubilden. Die so gewonnenen Durchlässigkeitsbeiwerte fliessen in Deponiekonzepte, Drainage‑ und Versickerungsnachweise sowie in Baugrundgutachten ein und dienen der Beurteilung von Dichtheit, Filterstabilität und Langzeitverhalten von Abdichtungssystemen.
Begriffe im Zusammenhang:
Darcy‑Gesetz, Kornverteilung, Proctorversuch (Standard)