Konsolidation (Konsolidierung)
Zeitabhängige Verdichtung von Böden durch Porenwasseraustritt unter Last.
Konsolidation ist der zeitabhängige Prozess, bei dem ein wassergesättigter Boden unter einer äusseren Last aufgrund von Porenwasserdruckabbau und Umlagerung des Korngerüsts an Volumen verliert und Setzungen erfährt. Dabei wird überschüssiger Porenwasserdruck über die Poren entwässert, sodass die effektiven Spannungen zunehmen und der Boden sich verdichtet.
In der Geotechnik ist Konsolidation insbesondere bei bindigen und feinkörnigen Böden massgebend für die langfristigen Setzungen von Bauwerken, Dämmen, Dichtungen und Aufschüttungen. Die Geschwindigkeit der Konsolidation hängt von der Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert), der Entwässerungswegslänge und den Bodenparametern ab und wird häufig mit Ödometerversuchen und Konsolidationstheorien (z.B. Terzaghi) abgeschätzt.
Im LGT Geolab Glossar wird Konsolidation als grundlegender Begriff zur Beschreibung zeitabhängiger Setzungsprozesse erläutert. Ödometerversuche von LGT Geolab liefern Steifigkeits- und Konsolidationskennwerte, die von Planern in Berechnungen zur Abschätzung von Grösse und Dauer von Setzungen in Baugrund- und Deponieprojekten verwendet werden.
Begriffe im Zusammenhang:
Ödometerversuch; Konsolidationskoeffizient; Durchlässigkeit (k‑Wert); Proctorversuch (Standard), direkter Scherversuch,