Fliess- und Ausrollgrenze sowie Fallkegelversuch
Gerät zur Bestimmung der Fliessgrenze mit Fallkegel.
Die Bestimmung der Fliess- und Ausrollgrenze dient der Beurteilung der Konsistenz und der plastischen Eigenschaften feinkörniger Böden. Die Fliessgrenze beschreibt den Übergang vom fliessenden zum plastischen Zustand, die Ausrollgrenze den Übergang vom plastischen zum halbfesten Zustand. LGT Geolab bestimmt die Fliessgrenze nach SN EN ISO 17892-12 wahlweise mit dem Fallkegelverfahren oder dem Verfahren nach Casagrande.
Beim Fallkegelverfahren wird die Spitze des Kegels an der Oberfläche der vorbereiteten Bodenprobe positioniert. Nach der Freigabe dringt der Kegel in die Probe ein; die Eindringtiefe wird nach einer vorgegebenen Zeit abgelesen. Ergänzend wird die Ausrollgrenze nach dem vorgesehenen Ausrollverfahren bestimmt.
Der Fallkegelversuch nach SN EN ISO 17892-6 ist davon zu unterscheiden. Er dient der Abschätzung der undrainierten Scherfestigkeit feinkörniger Böden. Dabei wird ein genormter Kegel an der Oberfläche einer vorbereiteten Bodenprobe positioniert, freigegeben und die Eindringtiefe ausgewertet. Die ermittelten Kennwerte dienen der bodenmechanischen Klassifizierung und Beurteilung von Böden und können zusammen mit weiteren Untersuchungen wie Wassergehalt und Korngrössenverteilung ausgewertet werden.
Begriffe im Zusammenhang:
Konsistenzgrenzen – Atterberg (Casagrande/Fallkegel); Konsistenzgrenzen; Konsistenzzahl; Direkter Scherversuch