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Hydraulischer Grundbruch

Hydraulisch ausgelöstes Versagen des Baugrunds durch Auftrieb und Erosion

Als hydraulischer Grundbruch wird ein Vorgang bezeichnet, bei dem Boden infolge einer aufwärts gerichteten Grundwasserströmung so stark aufgelockert wird, dass die wirksame Gewichtskraft und Scherfestigkeit praktisch verschwinden und der Boden nach oben durchbricht. Typische Situationen sind wasserdichte Baugruben mit innen abgesenktem Wasserstand oder Dämme und Deiche mit stark unterschiedlichem Wasserspiegel auf der Zu- und Abstromseite.

In der Geotechnik gilt der hydraulische Grundbruch als einer der gefährlichsten Versagensmechanismen, weil er oft plötzlich eintritt und mit Erosion, Sandkochen und möglicher Flutung von Baugruben oder Versagen von Dämmen einhergeht. Die Gefahr steigt mit dem hydraulischen Gradient (i) und der Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert) und muss bei Baugruben, Grundwasserabsenkungen, Dichtbauwerken und Deponieabdichtungen in den Standsicherheitsnachweisen geprüft werden.

Im LGT Geolab Glossar wird der hydraulische Grundbruch als grundlegender Begriff der Boden- und Grundwassermechanik erläutert und in Beziehung zu Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert), hydraulischem Gradient und Dichtungssystemen gesetzt. Die konkrete Analyse, Bemessung und Nachweisführung von hydraulischem Grundbruch erfolgt im Rahmen der Projektplanung durch geotechnische Ingenieurbüros.

Begriffe im Zusammenhang:
Wasserdurchlässigkeit (k‑Wert); hydraulischer Gradient (i); Piezometerrohre; Deponieabdichtung; Baugrubenentwässerung

Für die Durchführung von Durchlässigkeitsversuchen (k-Wert-Bestimmung) - ruf einfach an: +41 62 797 22 11