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Konsistenzgrenzen (allgemein)

Charakteristische Wassergehalte zur Einordnung der Konsistenz feinkörniger Böden nach Atterberg.

Konsistenzgrenzen sind charakteristische Wassergehalte (Fliessgrenze, Ausrollgrenze, Schrumpfgrenze), die den Übergang zwischen verschiedenen Konsistenzzuständen feinkörniger Böden beschreiben. Sie werden mit genormten Versuchen nach Atterberg ermittelt und liefern Kennwerte, aus denen Plastizitätsindex, Konsistenzzahl und weitere Konsistenzkennzahlen abgeleitet werden können.

Konsistenzgrenzen definieren Plastizität und Wasserbindungsvermögen eines Bodens und erlauben eine einheitliche Klassifikation feinkörniger und gemischtkörniger Böden. Zusammen mit dem natürlichen Wassergehalt geben sie Auskunft über aktuellen Zustand, Verformungsbereitschaft und Scherfestigkeit des Bodens. Sie sind grundlegende Eingangsgrössen für Setzungs-, Tragfähigkeits- und Standsicherheitsberechnungen sowie für Klassifikationssysteme wie die USCS-Klassifikation.

LGT Geolab AG bestimmt Konsistenzgrenzen regelmässig im Labor, meist in Kombination mit der Kornverteilung. Die erzielten Kennwerte fliessen in Baugrundgutachten, Deponie- und Aushubbeurteilungen sowie in Empfehlungen zur Verwendbarkeit und Verdichtbarkeit von Böden ein. Sie dienen insbesondere zur Einstufung nach USCS, zur Beurteilung von Setzungsrisiken und zur Interpretation von Proctor- und Ödometerversuchen.

Hinweis Casagrande/Fallkegel:
Die Fliessgrenze kann entweder mit dem Casagrande-Gerät oder mit dem Fallkegelgerät bestimmt werden. Das Casagrande-Verfahren ist traditionell und gut mit historischen Daten vergleichbar, aber etwas subjektiver. Das Fallkegelverfahren ist normiert und objektiver, dafür in der Durchführung etwas aufwendiger.

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