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Feinkörnige Böden

Böden mit überwiegender Feinkornfraktion

In der geotechnischen Klassifikation werden Böden als feinkörnig bezeichnet, wenn der Massenanteil der Feinkornfraktion (Schluff und Ton mit Korngrössen unter 0,063 mm) den Bodencharakter bestimmt, typischerweise bei Feinkornanteilen von über etwa 40 %; ihre Einzelkörner sind mit blossem Auge meist nicht mehr erkennbar.

Feinkörnige Böden sind meist kohäsiv bzw. bindig, weisen eine geringe Durchlässigkeit, hohe Wasserspeicherfähigkeit und eine starke Abhängigkeit ihrer Festigkeit und Verformungseigenschaften vom Wassergehalt auf. Sie können bei Belastung langsam konsolidieren, bei Änderung des Wassergehalts quellen oder schrumpfen und gelten aufgrund feiner Porenstruktur häufig als frost- und verformungsempfindlich; diese Eigenschaften sind für Baugrundbeurteilung, Erd- und Stützbauwerke sowie Bodenverbesserungsmassnahmen massgebend.

LGT Geolab untersucht feinkörnige Böden mit einer Kombination bodenmechanischer Laborversuche, z.B. Bestimmung von Wassergehalt, Korngrössenverteilung und Feinkornanteil, Konsistenzgrenzen und Plastizitätszahl, Durchlässigkeits- und Scherversuchen sowie gegebenenfalls Schrumpf- oder Konsolidierungsversuchen. Die ermittelten Kennwerte werden in Prüfprotokollen dokumentiert und den Auftraggebern für deren eigene geotechnische Beurteilung der Tragfähigkeit, Setzungsneigung und Eignung feinkörniger Böden als Baugrund oder Baustoff zur Verfügung gestellt.

Begriffe im Zusammenhang:
Feinkornanteil; bindige Böden; Konsistenzgrenzen; Setzungsverhalten

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