Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Rammkernsondierung mit Inliner (RKS-I)

Verfahren zur Gewinnung weitgehend ungestörter Bodenproben in weichen bis mittelfesten Böden.

Die Rammkernsondierung mit Inliner (RKS‑I) ist eine Variante der Rammkernsondierung, bei der in das Rammkernrohr ein herausnehmbarer Kunststoff‑Inliner eingesetzt wird. Während des Einrammens wird Bodenmaterial in diesem Inliner aufgenommen. Nach dem Ziehen der Sonde kann der Inliner entnommen und als weitgehend ungestörte Säulenprobe für Laborversuche verwendet werden. Das Verfahren ist insbesondere für weiche bis mittelfeste Böden wie Tone und Silte geeignet; in sehr festen oder stark kiesigen Lagen stösst es an Grenzen.

RKS‑I ermöglicht die Gewinnung von Proben, bei denen Schichtung, Struktur und Wassergehalt weitgehend erhalten bleiben. Solche Proben sind Voraussetzung für aussagekräftige Laboruntersuchungen zur Verformbarkeit und Scherfestigkeit (z.B. direkter Scherversuch, Ödometerversuch) sowie für Dichtheitsnachweise von Abdichtungsschichten. Die Methode wird deshalb vor allem bei anspruchsvollen Baugrundfragen, Deponieabdichtungen und weichen Untergründen eingesetzt, wo gestörte Proben nicht ausreichen.

LGT Geolab AG nutzt Rammkernsondierungen mit Inliner, wenn Projekte ungestörte Proben erfordern, etwa für Scherversuche, Ödometerversuche oder detaillierte Dichtheits- und Konsolidationsbeurteilungen. Vor dem Einsatz werden meist einfache Ramm- oder Rammkernsondierungen durchgeführt, um Eignung und Hindernisse (Steine, Wurzeln, Leitungen) zu prüfen. Die gewonnenen Inliner-Proben werden im Labor untersucht; die Resultate und Sondierprotokolle dienen Planern, Ingenieurbüros und Behörden als Grundlage für Baugrundgutachten, Deponiekonzepte und Abdichtungsnachweise.

Begriffe im Zusammenhang:
Rammsondierung; Rammkernsondierung; Direkter Scherversuch; Ödometerversuch
 

 

Die Ausführung der Rammkernsondierung mit Inliner kann nur in lockeren Böden ausgeführt werden.

 Frag uns einfach: +41 62 797 22 11