Glühverlust
Summenparameter zur Bestimmung des Anteils organischer Substanz.
Beim Glühverlust wird eine zuvor getrocknete Probe auf eine hohe Temperatur erhitzt und die Massenabnahme als Glühverlust in Masseprozent ausgewertet. Im geotechnischen Kontext wird der Glühverlust vor allem als pragmatische Kenngrösse für den Anteil organischer Substanz in Böden und Baustoffen verwendet.
Der Glühverlust liefert einen einfachen Summenparameter für organische Anteile und andere flüchtige Komponenten und ist damit hilfreich für die Einschätzung von Tragfähigkeit, Setzungs- und Verrottungsverhalten sowie Deponietauglichkeit von Böden, Auffüllungen und Sekundärbaustoffen. Er ergänzt differenzierte Analysen wie TOC und Karbonatgehalt und wird in vielen Normen und Richtlinien als Klassifikations- und Beurteilungsparameter verwendet.
LGT Geolab bestimmt den Glühverlust im Rahmen bodenmechanischer und materialtechnischer Untersuchungen. Die Glühverlustwerte werden, wenn verlangt, zusammen mit Karbonatgehalt, TOC (falls vorhanden), Kornverteilung und chemischen Parametern bestimmt. Diese fliessen in Baugrundgutachten, Deponiebeurteilungen, Altlastenuntersuchungen und die Bewertung von Sekundärbaustoffen ein.
Begriffe im Zusammenhang:
Karbonatgehalt,; Kornverteilung; Durchlässigkeit (k‑Wert); TOC (Total Organic Carbon); Verdachtsflächen/Altlasten