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Anlieferungswassergehalt

Der Anlieferungswassergehalt ist der wichtigste Ausgangswert zur Beurteilung von Konsistenz, Verdichtbarkeit und Tragfähigkeit eines Bodens im Labor.

Der Anlieferungswassergehalt beschreibt den Wassergehalt, den ein Boden im Zustand seiner Lieferung ins Labor aufweist. Er wird bestimmt, indem die feuchte Probe zunächst gewogen und anschliessend im Trocknungsofen bei etwa 105–110 °C so lange getrocknet wird, bis sich die Masse nicht mehr ändert. Der Anlieferungswassergehalt ergibt sich aus der Differenz zwischen dem feuchten und dem endgültig getrockneten Gewicht der Probe, bezogen auf das Trockengewicht.

In der Geotechnik ist der Anlieferungswassergehalt die zentrale Startgrösse für die Bestimmung der Konsistenzgrenzen, der Schrumpfgrenze sowie der Verdichtungs‑ und Tragfähigkeitskennwerte eines Bodens. Er ermöglicht die Einordnung des Bodens in seine Konsistenzkategorie (z.B. „fest“, „starr“ oder „weich“) und ist entscheidend für Setzungs‑, Standsicherheits‑ und Einbauanalysen. Ohne eine korrekte Erfassung des Anlieferungswassergehalts sind Aussagen zur Verdichtung, zur Scherfestigkeit und zur Stabilität des Baugrunds nur ungenau möglich.

Für LGT Geolab AG ist der Anlieferungswassergehalt eine zentrale Laborgrösse bei der Untersuchung von Baugrund‑, Aushub‑ und Deponiematerialien. Er bildet die Basis für die Bestimmung von Konsistenzgrenzen, Schrumpfgrenze, Proctor‑Kurven und weiteren Verdichtungskennwerten. Die Werte dienen Baugrundgutachten, der Einbau‑ und Verdichtungskontrolle sowie Setzungsprognosen und sind damit ein wichtiger Baustein der Qualitätssicherung bei Verbau‑, Deponie‑ und Tiefbauprojekten.

Begriffe im Zusammenhang:
Konsistenzgrenzen, Korngrössenverteilung, Schrumpfgrenze, Proctorversuch

Anlieferungswassergehalt präzise ermitteln 

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